Willms Gymnasium

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Nach dem Abi direkt in die Ausbildung: So hilft das Delmenhorster Gymnasium Schülern bei der Berufswahl

20.02.20 | NOZ/Delmenhorster Kreisblatt

Vorherige Pressebeiträge

Im Gymnasium an der Willmsstraße ist die Berufsorientierung ein wichtiger Baustein im Lehrplan. Die Schüler berichten von ihren Hoffnungen und Erfahrungen mit dem Konzept.

Duales Studium oder Vollzeitstudium, Hochschule oder Universität oder doch lieber eine Berufsausbildung anfangen: Wo die berufliche Reise nach dem Abitur hingeht, sollten angehende Abiturienten frühzeitig klären. Mögliche Wege hat das Gymnasium an der Willmsstraße am Mittwoch seinen Elftklässlern mit den Berufsorientierenden Tagen am Willms (kurz: BeTaWi) offenbart. Bei der siebten Ausgabe stellten zehn Arbeitgeber aus der Region, darunter Abeking & Rasmussen, Airbus und die Deutsche Flugsicherung, die Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in ihren Betrieben vor.

Neue Perspektiven für die Zukunft

Für die Schülerinnen Kimberly Helpap (17 Jahre) und Elisabeth Keiser (16 Jahre) hat das Angebot einen neuen Blickwinkel auf ihre Zukunft eröffnet. „Man denkt jetzt auch über andere Bereiche nach“, sagt Keiser. Falls sie keinen Platz in ihrem Wunschstudiengang Psychologie bekommt, wäre auch ein duales Studium für sie eine Option. „Eigentlich hatte ich ein duales Studium für mich ausgeschlossen, weil ich eher theoretisch veranlagt bin. Aber der Vortrag von Abeking & Rasmussen hat mich von den Vorteilen überzeugt“, erklärt die 16-Jährige.

Auch Helpap hat durch die Berufsorientierung eine Alternative zum angestrebten Medizin-Studium gefunden. „Mir hat der Einblick in die Arbeitswelt bei der Deutschen Flugsicherung gefallen. Wenn es mit dem Medizin-Studium nicht klappt, kann ich mir vorstellen, mich dort zu bewerben“, sagt die 17-jährige Gymnasiastin. Für den Zehntklässler Simon Theessen (15 Jahre), der als Scout die Gäste aus den Unternehmen unterstützt, ist es ebenfalls eine hilfreiche Orientierung für die Zukunft. Die Schüler sind froh, dass sie am Willms Einblicke in das Berufsangebot von so vielen namhaften Unternehmen erhalten.

Von der Schule direkt ins Unternehmen

Für Willms-Lehrer und BeTaWi-Koordinator Alper Ergin ist das Angebot eine „Win-Win-Situation“: Die Schüler erhalten einen Eindruck von den Ausbildungsmöglichkeiten in der Region und die Unternehmen knüpfen Kontakte zu den Mitarbeitern von morgen. Schon zahlreiche Schülerinnen und Schüler hätten über BeTaWi einen Praktikums- oder auch Ausbildungsplatz erhalten. Eine davon ist Louisa Sonntag. Die heute 22-jährige knüpfte während der berufsorientierenden Tage Kontakt zu ihrem späteren Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeber Airbus. „Vor BeTaWi hatte ich tausend Ideen im Kopf, was ich einmal machen möchte. Nach dem Tag war ich mir sicher, dass ich Wirtschaftsingenieurin werde“, berichtet sie.

Für Ergin ist es ein positives Zeichen, dass viele ehemalige Willms-Schüler als Referenten für die Unternehmen an die Schule zurückkehren. Auch Simon Isaksen gehört dazu. Der 19-jährige hat über BeTaWi ebenfalls einen guten Eindruck von Airbus als Ausbilder erhalten. Er lässt sich bei dem Flugzeughersteller im dualen Studium zum Wirtschaftsingenieur ausbilden. Der frühere Willms-Schüler betont, wie hilfreich es sein kann, sich frühzeitig mit der Zeit nach dem Schulabschluss zu beschäftigen. Der Delmenhorster bewarb sich mit dem Zeugnis aus der elften Klasse und wurde angenommen. „Da geht man gelassener in die Abitur-Klausuren“, sagt Isaksen.

Eine solche Planungssicherheit ist laut Ergin für Schüler ungemein wichtig. Ferner sei es sinnvoll mehrere Optionen zu haben. „Der Zufall spielt bei der Berufsorientierung oft eine große Rolle. Mit dem Angebot versuchen wir diesen Zufallsfaktor zu minimieren“, erklärt Ergin.