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Delmenhorst erhält Zuschlag für zweite Förderphase von Demokratie Leben

18.02.20 | NOZ/Delmenhorster Kreisblatt

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Demokratie Leben geht in Delmenhorst weiter. Die Stadt hat den Zuschlag für die zweite Förderphase erhalten und will auch in den kommenden Jahren Projekte fördern, die den Zusammenhalt in der Stadt stärken.

Für Ruth Steffens waren die ersten fünf Jahre des Projekts Demokratie Leben „unglaublich viel Arbeit. Aber: Sie hat sich gelohnt.“ Umso mehr freute sich die Leiterin des Kommunalen Präventionsrats (KPR), am Dienstag gemeinsam mit den Beteiligten über die Verlängerung der Partnerschaft für Demokratie zu berichten. Mit 125.000 Euro sei vom Bund gar die die Höchstsumme bewilligt worden, 14.000 Euro steuert die Stadt bei.

Mit 118 demokratiestärkenden Projekten, die fast 20.000 Menschen erreicht haben, fiel Steffens Fazit durchweg positiv aus: „Das hat Delmenhorst gut getan. Es ist viel angestoßen worden.“ Dass sich der Zusammenhalt ihrer Ansicht nach verbessert hat, lasse sich zwar nicht in Zahlen, wohl aber an der Qualität der Projekte und der Beteiligung daran erkennen.

Begegnungen-Reihe als Vorzeigeprojekt

Begeistert zeigte sich auch Stefan Nolting, Schulleiter des Willms-Gymnasiums. Mit den Fördermitteln organisiert die Schule Gesprächsrunden mit prominenten Rednern aus Politik und Gesellschaft. „Das ist das Konzept, auf das Schule immer gewartet hat“, schwärmte er. Im Haushaltsetat seien solche Projekte oft nicht vorgesehen, mit solchen Förderungen könne sie dann etwas entwickeln. Die Begegnungen-Reihe sei bundesweit einmalig und von Demokratie Leben geprägt. In zwei Jahren hätten mehr als 6000 Menschen die Veranstaltungen besucht. Mit Norbert Lammert gastiert am 13. März der ehemalige Präsident des Bundestags.

Den Zuschlag in voller Höhe bezeichnete Nolting auch als Wertschätzung für die Stadt. Er verwies auf kontroverse politische Diskussionen im Vorjahr um Sinn und Unsinn des Förderprojekts:

„Nicht alle Regionen oder Projekte haben die Höchstförderung bekommen.“

In diesem Jahr werden 40.000 Euro für den Begleit- und 20.000 Euro für den Jugendfonds für Förderungen ausgeschüttet. „Es ist auch besonders, dass der Begleitausschuss weitermacht“, sagte Anette Melerski von der Koordinierungs- und Fachstelle (KuF) im Diakonischen Werk Delmenhorst/Oldenburger-Land, das auch weiterhin Vertragspartner für Demokratie Leben bleibt. Andernorts habe das Gremium nach fünf Jahren wegen Amtsmüdigkeit aufgehört. Auf Verdacht war es in Delmenhorst im vergangenen September gewählt worden – den Zuschlag für die zweite Förderphase kam erst kurz vor Weihnachten.

Gute Zusammenarbeit

Im Begleitausschuss bleibt Ewa Brüggemann Vorsitzende. Sie berichtete von oft „lebhaften Diskussionen“, die jedoch stets konstruktiv und fair verliefen. „Das hat für die Zusammenarbeit geholfen“, zeigte sie sich überzeugt. Der 23-köpfige Ausschuss setze sich aus Mitgliedern verschiedenster Hintergründe zusammen und spiegele damit die Delmenhorster Bevölkerungsstruktur wider.

Veränderungen im Hintergrund

Eine Änderung hinter den Kulissen gibt es mit der zweiten Förderphase jedoch: Christa Dittmar wird Ruth Steffens als zuständige für Demokratie Leben ablösen. „Der Wechsel wird kein organisatorischer Bruch“, versicherte Steffens. Sie werde sich nun wieder verstärkt auf ihre Arbeit beim KPR konzentrieren, denn dort gebe es auch noch einiges zu tun. Außerdem wird das Projekt unter dem Titel „Demokratie fördern. Vielfalt gestalten. Extremismus vorbeugen.“ weitergeführt.

Bewerbungen möglich

Der Begleitausschuss tagt am 16. März und der Jugendausschuss am 18. März, um über die Förderungen abzustimmen. Die Beratungsgespräche bei der KuF müssen zwei Wochen vorher stattgefunden haben, die Anträge selbst müssen eine Woche vorher vorliegen. Die Unterlagen sind online unter www.delmenhorst.de/demokratie-leben abrufbar, für Fragen und Beratungsgespräche ist Anette Melerski unter der Telefonnummer 04221/9813414 und per E-Mail an anette.melerski@diakonie-doll.de erreichbar.