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Warum Linus Gronau aus Delmenhorst fast zu gut für Gold gewesen wäre

01.03.26 | NOZ / Delmenhorster Kreisblatt

Vorherige Pressebeiträge

Zum siebten Mal hat Linus Gronau aus Delmenhorst bei der Mathematik-Olympiade teilgenommen. Doch dieses Mal musste sich der Willms-Schüler einer außergewöhnlichen Herausforderung stellen, die ihm die Medaille hätte kosten können.

Linus Gronau aus Delmenhorst ist fast schon ein alter Hase bei der Mathematik-Olympiade auf Landesebene. Der Willms-Schüler war nun zum siebten Mal in Göttingen mit dabei und hat seine siebte Medaille geholt. Dabei hätte er sie diesmal fast verpasst – weil er zu gut war.

Unerwartete Herausforderung am zweiten Tag der Olympiade

Am 20. und 21. Februar ging es für den Delmenhorster und 232 weitere Schüler aus ganz Niedersachsen um alles. Bei der Landesrunde der Mathematik-Olympiade in Göttingen hofften alle auf eine Medaille – auch Linus Gronau. Und der erste der beiden Wettkampftage lief vielversprechend. 19 von 20 Punkten konnte der Zehntklässler aus Delmenhorst holen. Der zweite Tag sollte jedoch anders verlaufen als geplant.

Delmenhorster Zehntklässler löst Oberstufenaufgaben

„Am Samstag wurden mir die Aufgaben für die Oberstufe gegeben“, sagt Linus Gronau, „ich habe das nicht gesehen.“ Drei Stunden habe er die Aufgaben bearbeitet und gelöst – vier Stunden Zeit gibt es. Als er gerade die zweite Aufgabe in Reinschrift aufgeschrieben hat, ist ihm der Fehler aufgefallen und er habe Bescheid gesagt.

„Die haben mir dann die Aufgaben für den Zehner-Jahrgang gegeben“, sagt Linus Gronau, „und noch einmal vier Stunden Zeit.“ Nach zwei Stunden konnte der Delmenhorster seine Lösung abgeben – diesmal für die „richtigen“ Aufgaben. Das Fazit: Insgesamt hat er 35 von 40 Punkten erreicht und somit die zweite Goldmedaille seiner Karriere nach Hause geholt.

Falsche Aufgaben hätten die Medaille kosten können

Doch was wäre passiert, hätte Linus Gronau richtige Lösungen, aber für die falschen Aufgaben eingereicht hätte? In die Wertung wären sie möglicherweise nicht eingeflossen, sagt seine Mutter Béatrice Gronau, Mathematiklehrerin am Willms-Gymnasium und Mitglied des Aufgabenausschusses sowie Koordinatorin bei der Mathematik-Olympiade. Die Punkte hätte man ihm aber gutschreiben müssen. So sei die Lösung von den Koordinatoren gut gewesen – auch, dass er noch einmal die volle Zeit bekommen hat. „Er hat auch niemandem die Schuld gegeben“, sagt sie. Stattdessen hat Linus Gronau Gold geholt.

Oberstufenaufgaben waren schwer, aber nicht unlösbar

Und wie liefen die Oberstufenaufgaben für den Zehntklässler? „Sie waren schon schwerer“, sagt er, „aber nicht unlösbar.“ Eine habe er nicht geschafft – aber das hat aus der Oberstufe auch keiner, sagt er. Das nicht immer die richtige Lösung gefunden wird, gelte aber auch für die richtig zugeordneten Aufgaben. „Manchmal ist man früher fertig“, sagt er, „manchmal schafft man es gar nicht.“ Denn auch den Nachwuchs-Mathematikern auf Olympia-Niveau fehle in manchen Momenten der richtige Blick auf die Aufgaben aus den Bereichen Zahlentheorie, Geometrie, Kombinatorik und Gleichung/Ungleichung.