Willms Gymnasium

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Schülerin erhält Informatik-Preis

03.11.20 | NWZ

Vorherige Pressebeiträge

Den dritten Platz des Fachpreises der Hans-Riegel-Stiftung im Bereich Informatik hat Jeannette Legler vom Gymnasium an der Willmsstraße belegt. Sie erhielt diese Auszeichnung, die mit 200 Euro dotiert ist, für ihre Arbeit zum Thema „Chancen und Risiken von Deep Learning für die Diagnostik in der Radiologie“. Die Fachpreise werden in den Bereichen Biologie, Informatik, Mathematik und Physik vergeben. Eine Experten-Jury der Universität Oldenburg bewertete die eingereichten Arbeiten der Nachwuchsforscher.

Zwei hippe Themen

Im Rahmen des Seminarfachs „Digitalisierung“ hatte Legler im Frühjahr 2020 ihre Facharbeit zum Thema „Deep Learning in der Radiologie“ verfasst, teilte das Willmsgymnasium in einer Pressemeldung mit. Jurorin Dr. Ute Vogel-Sonnenschein habe den Fokus der Facharbeit von Legler als „Zusammenstellung von zwei hippen Themen – Künstliche Intelligenz und Radiologie – bezeichnet. Die Schülerin habe sich in kritischer Art und Weise diesem Thema gewidmet und dabei eine Literaturarbeit geleistet, die diejenige von einer Vielzahl von Studenten übersteige. Die Facharbeit schlage einen großen Bogen über die Risikogebiete, die sich aus dem Einsatz von KI in der Radiologie ergeben würden. Die Darstellung sei präzise wie auch prägnant erfolgt. Insgesamt sei die Facharbeit beispielhaft, welch wissenschaftliche Güte bereits in der Oberstufe erreicht werden könne, heißt es weiter.

„Ich bin total überrascht und freue mich sehr über diesen Preis!“, sagte Legler. „In meiner Facharbeit habe ich mich mit der Funktionsweise von Neuronalen Netzen beschäftigt. Dabei bin ich vor allem auf medizinisch-technische und gesellschaftliche sowie auf juristische Aspekte eingegangen.“ Dies habe ihr Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten ermöglicht. Nach dem Abitur möchte Legler voraussichtlich Jura studieren, aber auch Medizin finde sie spannend. „In allen Fachgebieten wird Digitalisierung immer größeren Einfluss nehmen. Ich glaube es ist sehr interessant die digitale Entwicklung juristisch zu begleiten.“

„Jeannette hat bewiesen, dass sie aus dem Stand heraus bereits das Niveau einer Studentin erreichen kann. Das verdient großen Respekt. Ich habe mich gefreut, dass sie sich ein so vielfältiges und spannendes Thema aus dem Feld der Digitalisierung gewählt hat“, sagte der betreuende Lehrer, Studiendirektor Klaas Wiggers.

Regelmäßige Tagungen

Die Auszeichnung bedeutet für Legler auch die Aufnahme in den „Mint-Tank“ der Hans-Riegel-Stiftung. Diese Nachwuchsorganisation veranstaltet regelmäßige Tagungen, um die Schülerinnen und Schüler auf ihrem weiteren Karriereweg zu begleiten. Teilnahmeberechtigt sind nur diejenigen, deren Facharbeit prämiert wurde. Damit soll der Wissenschaftsnachwuchs gestärkt und wertvolle Netzwerkarbeit geleistet werden.