Willms Gymnasium

Gymnasium an der
Willmsstraße
27749 Delmenhorst
Tel.: 04221/14671

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Menschenkette in Delmenhorst: Ministerpräsident Weil feiert mit Willms deutsche Verfassung

23.05.19 | NOZ/Delmenhorster Kreisblatt

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An diesem Donnerstag ist das deutsche Grundgesetz 70 Jahre alte geworden. Ein Grund für das Delmenhorster Willms-Gymnasium, ausgiebig zu feiern. Dabei empfing die Schule einen besonderen Gast.

Hoher Besuch in Delmenhorst: Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ist in der Stadt zu Gast. Genauer: beim Gymnasium an der Willmsstraße. Anlass ist der 70. Jahrestag des deutschen Grundgesetzes, den die Schule mit einem großen Festprogramm gefeiert hat. Der Besuch des Ministerpräsidenten stellte den krönenden Abschluss dar. Weil stellte sich unter anderem in einem U.S.-amerikanischen Frageformat und ließ sich von Schülerinnen und Schülern „grillen“. Auch bildete mit ihnen in der Fußgängerzone die „vielleicht längste Menschenkette Deutschlands“, wie es Schulleiter Stefan Nolting euphorisch ausdrückte.

„Grundgesetz ist ein Glücksfall“

Das Spalier, das Weil am Willms zunächst in Empfang nahm, drückte seinem Besuch schon einmal den Stempel auf: Mehrere Schüler hatten sich rote Papp-Kuben übergesetzt, auf denen verschiedene Artikel des Grundgesetzes abzulesen waren. „Als Jurist stehe ich in der Fankurve des Grundgesetzes“, sagte Weil bei seinem Besuch. In einem Konferenzraum des Willms wurde der Ministerpräsident über das ausgreifende Programm der Schule zum Geburtstag des Verfassungstextes informiert. „Das Grundgesetz ist ein Glücksfall. Es ist die perfekte Verfassung“, sagte Nolting.

Historische Einordnung für Verfassungstext

Seine Begeisterung für den Gesetzestext umriss Weil später im Forum des Willms vor Schülerinnen und Schülern. „Eure und meine Generation hat Krieg nie gekannt. Meine Elterngeneration aber war sehr geprägt durch die Zerstörung des Zweiten Weltkriegs. Deutschland lag in weiten Teilen in Schutt und Asche.“ Weil erinnerte an die 2,5 Millionen deutsche Flüchtlinge aus den Ostgebieten, die damals nach Niedersachsen kamen und an die Erkenntnis, die sich für viele Deutsche nach dem Krieg einstellte, dass Nazis und SS sich durch Holocaust und den Überfall Russlands Verbrechen schuldig gemacht hatten, „die es vorher nie gegeben hatte“.

„Welches Glück haben wir heute“

Vor diesem Hintergrund sei das 1949 verfasste Grundgesetz ein Ordnungsrahmen gewesen, in dem sich das Land entwickeln konnte. Weil sprach Errungenschaften wie die freie Meinungsäußerung, garantiert und durch die Verfassung, und den heutigen Wohlstand im Land an. „Wie gut haben wir es heute? Welches Glück haben wir“, fragte Weil im Rückblick.

Bericht mit Fotos auf der Seite des DK: https://www.noz.de/lokales-dk/delmenhorst/artikel/1750030/ministerpraesident-weil-feiert-mit-willms-deutsche-verfassung