Willms Gymnasium

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Großer Festakt zum Geburtstag 125 Jahre Willms in Delmenhorst: Ein Gymnasium mit einem besonderen „Geist“

21.04.26 | NOZ / Delmenhorster Kreisblatt

Vorherige Pressebeiträge

In Delmenhorst feiert das Gymnasium an der Willmsstraße in diesem Jahr seinen 125. Geburtstag mit verschiedenen Aktivitäten. Beim großen Festakt war herauszuhören, was diese Schule besonders macht.

In Delmenhorst feiert das Gymnasium an der Willmsstraße in diesem Jahr seinen 125. Geburtstag mit verschiedenen Aktivitäten. Beim großen Festakt war herauszuhören, was diese Schule besonders macht.

„Das ist unser Ort, hier gehen wir nicht fort“

Es gab also mehr zu feiern als nur einen Geburtstag, und auch das Willms hat in diesem Jahr mehr als einen Grund zu großer Freude. Das jedenfalls ließen die Redebeiträge beim kurzweiligen Festakt durchscheinen, der nicht nur das von der Klasse 7b entwickelte Jubiläumsmotto „Weil Zukunft Schule braucht“ mehrfach aufgriff, sondern auch mit einem Jubiläumssong begann. „Wir sind das Willms hier in Delmenhorst – das ist unser Ort, hier gehen wir nicht fort“, sangen Willms-Chor und Willms Singers.

Einen besonderen Willmsgeist festgestellt

Schulleiter Stefan Nolting nahm „die Reform der Reform der Oberstufenreform“ aufs Korn, über die vor 15 Jahren sein damals kurz vor dem Abschied stehender Vorgänger Burkhard Leimbach – ebenfalls zu Gast beim Festakt – mit ihm gesprochen habe. Und er berichtete, dass die Niedersächsische Schulinspektion bereits 2013 eine beachtliche Feststellung getroffen habe, die da lautete: „Besonders zeichnet sich das Willms dadurch aus, dass es einen Willmsgeist gibt, der besonderen Wert auf ein Miteinander und Wertschätzung des Gegenüber legt!“ Um sein eigenes Empfinden bei den ersten Begegnungen mit dem im April 1901 als „Städtische höhere Knabenschule“ gestarteten Gymnasium zu beschreiben, zitierte Nolting Goethes Werther: „Ich habe wohl eine Bekanntschaft gemacht, die mein Herz angeht.“

Hohes Ansehen bei der Behörde

Dezernentin Heike Roy vom Regionalen Landesamt für Schule und Bildung in Osnabrück ließ durchblicken, dass auch sie ihr berufliches Herz ein wenig an das Willms verloren hat. Sie sagte: „Wenn ich in der Behörde über Innovation spreche, schaue ich ganz oft nach Delmenhorst.“ Denn: „Während woanders noch darüber nachgedacht wird, ob KI eine Gefahr für die Hausaufgaben ist, wird das hier längst praktiziert.“

Größte allgemeinbildende Schule der Stadt

Oberbürgermeisterin Petra Gerlach verwies darauf, dass in diesem Jahr die mit fast 1200 Schülern größte allgemeinbildende Schule in Delmenhorst ihren besonderen dreistelligen Geburtstag feiere. Beim Blick in die Historie sagte sie: „Mit der Gründung dieser Schule holte Delmenhorst die Bildung zu sich nach Delmenhorst. Das Willms wurde zum Symbol für den Ehrgeiz und die Eigenständigkeit unserer Stadt.“ Heute stehe die Schule auf vielfältige Weise für eine moderne Ausrichtung.

Unternehmen als Partner gewonnen

Wie modern und vernetzt die Schule agiert, führten Schüler mit dem Projekt „Zeitkapsel“ vor Augen. Partnerschaften mit dem Unternehmen Abeking & Rasmussen in Lemwerder und der Firma Gravi-Tec in Delmenhorst ermöglichten den aufwendigen Bau und das Gravieren eines massiven und dicht schließenden Behältnisses, das mit vielfältigen Dokumenten und Schilderungen von Schülern aus diesem Jahr gefüllt werden und erst in 125 Jahren wieder geöffnet werden soll. Die neuesten Überlegungen gehen dahin, die Kapsel ins Erdreich einzulassen und mit einer gläsernen Abdeckung derart zu schützen, dass sie sichtbar bleibt.

Schulelternratsvorsitzende Maike Eberle unterstrich die Bedeutung des elterlichen Engagements im Schulalltag. „Elternarbeit ist ein Teil der Schulgemeinschaft“, sagte sie. Grundsätzlich plädierte Eberle für „Schule als Ort, an dem Fragen wichtiger sind als schnelle Antworten“.

Schulsprecher haben das letzte Wort

Das letzte Wort beim Festakt gebührte den Schülersprechern Seniz Tiryaki und Gabriel Zaiton. Sie sagte, das Willms sei eine Schule, die dazu einlade, sich auszuprobieren. Und er attestierte seinem Gymnasium: „Das Willms unterstützt einen, wo man es braucht, aber lässt einen auch selbst machen.“

Der große Ehrentag, der für viele genüsslich am neuen großen Klettergerüst ausklang, das Stadt und Willms-Förderverein je zur Hälfte finanziert haben, zeichnete durchweg das Bild einer auf Partnerschaft zwischen Lehrenden und Lernenden bedachten Schule, die bei allen verpflichtenden Inhalten auch ihren eigenen Kopf durchsetzt. Dass die Willms-Band zwischendurch „Born to be wild“ spielte, war wohl kein Zufall.