Willms Gymnasium

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Willmsstraße
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Sommerkonzert am Willms: Die volle Wucht aus 104 Kehlen

28.05.16 | NOZ

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Basketballer, die sich PET-Flaschen aufs Bein hämmern? Jugendliche, die der Musik der 20er und 50er Jahre huldigen? 104 Kehlen, die laut rufen, dass sie nichts stoppen kann? Dies alles – und noch mehr – gab es beim Sommerkonzert des Willms-Gymnasiums zu hören.

Wie gedenkt man einem verstorbenen Mitschüler? Mit Trauer? Sicher. Aber beim Sommerkonzert des Willms-Gymnasiums entschieden sich die Schülerinnen und Schüler für ein freudiges Gedenken: Als erstes schallte ein kraftvoller Gospel des Willms-Chor am Freitagabend durch die Aula der Schule, der unter anderem die Textzeile „No more weepin‘ over me“ trug. Dass der Verstorbene sicher nicht vergessen wird, deutete der Titel des Konzerts an: „Never forget“.

 

„Lassen wir die Musik reden“

„Unvergesslich“, dieser Bezug wurde auch zu den Liedern und wiedergegeben Künstlern am Freitag geschlossen. „Die Idee ist, eine musikalische Zeitreise durch die Rock- und Popgeschichte zu machen“, skizzierte der Schüler und Moderator John Malone, immer darauf bedacht, nicht zuviel reden. „Lassen wird die Musik reden.“

 

Hommage an den Rock‘n‘Roll

Weit zurück in die Musikgeschichte blickten etwa Thilo Buckmann und Johannes Holzenkämpfer zusammen mit der Willms-Band, indem sie Carl Perkins huldigten, der den Rock‘n‘Roll-Klassiker „Blue Suede Shoes“ im Jahre 1955 geschrieben hatte. „Im Radio läuft doch immer das gleich heutzutage“, klagte Johannes zu Beginn. „Ich bin noch auf Schallplatte“, entgegnete Thilo. Was folgte, war eine agile und kraftvolle musikalische Hommage an den Rock‘n‘Roll, die schon zu Anfang die Hütte mitriss.

 

Stolpersteine beim Mitsingen

Nicht weniger furios war der Auftritt Paul Göddertz‘, der noch weiter in die Musikgeschichte zurückblickte, als der mit der Schulband das Jazz-Stück „Minnie the Moocher“ (1929) aufführte. Zwar legte er vorsätzlich ein paar Stolpersteine, als er das rund 200 Köpfe zählende Publikum zum Mitsingen aufforderte („Hidehidehidehi“), dies wurde ihm aber großzügig verziehen.

 

Volle Wucht aus 104 Kehlen

Gleich an mehreren Gelegenheiten trug der Willms-Chor vor. Eindrücklichster Kontrast war dabei das Stück „Dont Stop Me Now“ (1978) von Queen, bei dem Lena Jetses erst als Solistin mit hoher Stimme begann, ehe sie der Chor, wahrlich unstoppbar, mit der vollen Wucht seiner 104 Kehlen unterstützte. (Weiterlesen: Run auf SV-Plätze beim Willms)

 

Warum nicht eine Flasche gegen das Bein hämmern?

Bewusst aus der Reihe schlugen die Basketballer (ja, richtig gelesen) der Schule . Die WillmsBaskets nahmen sich die Percussion-Gruppe Stomp zum Vorbild und erzeugten Musik, indem sie Basketbälle prellten, auf diese klatschten oder PET-Flaschen auf den Boden oder ihre Körperteile hämmerten. Einen ungeplanten Überraschungssong legten Pia Kluge und Lehrerin Johanna Engel ein, indem sie „The Way You Make Me Feel“ von Michael Jackson auf die Bühne brachten. Die coole Reaktion von Moderator John, der dann doch mal sprach: „Ist das heiß hier. Ich muss mal meine Jacke ausziehen.“