Zwischen diesen Beiträgen standen vier Redebeiträge. Schulleiter Stefan Nolting griff in seiner stolzen Rede die Wertschätzung voriger prägender Figuren am Willms auf und fasste die Einzigartigkeit des Gymnasiums in den folgenden Sätzen zusammen: „Besonders zeichnet sich das Willms dadurch aus, dass es einen Willmsgeist gibt, der besonderen Wert auf ein Miteinander und Wertschätzung des Gegenüber legt!“
Dieser Gedanke zog sich durch alle weiteren Beiträge. Dr. Heike Roy vom Regionalen Landesamt für Schule und Bildung machte deutlich, welches Ansehen die Schule auch über Delmenhorst hinaus genießt: „Wenn ich in der Behörde über Innovation spreche, schaue ich ganz oft nach Delmenhorst.“ Dass hier vieles nicht nur gedacht, sondern ausprobiert wird, wurde dabei ebenso deutlich wie der Mut, neue Wege zu gehen. Das wertschätzende Lob der Innovationskraft, der Arbeit der Lehrkräfte und allen beteiligten am Willms verharrte unter Applaus im Raum.
Oberbürgermeisterin Petra Gerlach stellte die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart heraus: „Mit der Gründung dieser Schule holte Delmenhorst die Bildung zu sich nach Delmenhorst. Das Willms wurde zum Symbol für den Ehrgeiz und die Eigenständigkeit unserer Stadt, gegründet im schönsten Gebäude seiner Zeit.“ Ihre Worte machten deutlich, wie eng die Geschichte der Schule mit der der Stadt verbunden ist und wie sehr sie bis heute davon geprägt wird.
Einen anderen, aber ebenso wichtigen Blickwinkel brachte Meike Eberle als Vertreterin der Eltern ein. Sie verdeutliche charmant, was Schule jenseits von Unterricht ausmacht: Zusammenarbeit, Vertrauen und gemeinsames Tragen von Verantwortung der Eltern mit Lehrkräften und Schulleitung.
Zum Abschluss übernahmen die Schülervertreter das Wort und führten die Gedanken des Tages auf ihre Weise weiter. Seniz Tiryaki nannte das Willms einen „Ort voller Erinnerungen, Chancen und Entwicklung“ und schloss mit dem tollen Wunsch: „Ich wünsche mir, dass auch in den nächsten 125 Jahren eine Schülerin hier stehen wird und genau das Gleiche sagen kann: dass sie unterstützt wurde, dass sie wachsen durfte und dass es Lehrerinnen und Lehrer gab, die sie geprägt haben. Und ehrlich gesagt – ich bin mir sicher, dass das genauso passieren wird.“
Gabriel Zaiton brachte es auf den Punkt:
Das Willms unterstützt einen, wo man es braucht, aber lässt einen auch selber wachsen. Und das macht unsere Schule aus. Eine Schule, die zukunftsorientiert ist. Eine Schule, in der zwar Noten wichtig sind, aber die persönliche Entfaltung wichtiger.“
Vielleicht war es genau diese Perspektive, die den Kern des Tages am klarsten traf. Gabriel schloss mit drei Wünschen für das Willms:
Erstens: Bleib immer ein Ort, an dem man sich zu Hause fühlt, egal, woher man kommt oder wer man ist. Zweitens: Bleib mutig und neugierig, auch wenn die Welt sich weiter verändert. Und drittens: Bleib vor allem ein Ort, an dem Freundschaften entstehen, die ein Leben lang halten.