Willms Gymnasium

Gymnasium an der
Willmsstraße
Willmsstraße 3
27749 Delmenhorst
Tel.: 04221/58 676 0

Außenstelle der
Jgg. 8, 9 und 10
Königsberger Str. 65
27755 Delmenhorst
Tel.: 04221/58 676 50

125 Jahre Willms-Gymnasium – Ein Jubiläum, das in Erinnerung bleibt

1. Mai 2026 | Homepage-Redaktion

Vorherige Beiträge

Am 21. April 2026 feiert das Willms-Gymnasium mit einem denkwürdigen Festtag sein 125-jähriges Bestehen. Der Festakt zum diesem Jubiläum zeigte eindrucksvoll, was diese Schule ausmacht: eine lebendige Gemeinschaft, ein besonderer Geist und die Überzeugung, dass Bildung Zukunft gestaltet. Passend dazu stand der Tag sowie das ganze Feierjahr unter dem von der Klasse 7b entwickelten Motto: „Weil Zukunft Schule braucht“.

Schon beim Ankommen wurde deutlich, dass dieser Tag etwas Besonderes ist. Überall im Schulgebäude und auf dem Gelände war das eigens entworfene Jubiläumslogo, gestaltet von Mayla Krauß (7c), zu sehen. Es zog sich wie ein roter Faden durch die Feierlichkeiten und machte wie das ganze Programm sichtbar, dass dieses Jubiläum von Schülerinnen und Schülern selbst mitgestaltet wurde und die Kinder und Jugendlichen bei uns an der Schule im Mittelpunkt stehen.

Ein Auftakt, der verbindet

Bevor der Festakt in der Aula begann, wurde zunächst dort Geburtstag gefeiert, wo Schule im Alltag stattfindet: in den Klassen. Bei bester Stimmung, Spielen, Frühstücken und viel Geburtstagskuchen wusste so jede:r um den besonderen Tag. Anschließend versammelte sich die gesamte Schulgemeinschaft auf dem Schulhof. Über 1200 Schülerinnen und Schüler sangen gemeinsam den Jubiläumssong und ein von Herzen kommendes „Happy Birthday“. Ein Moment, der alle Anwesenden zugleich freute und berührte. Spätestens hier war spürbar, was später in den Reden immer wieder zur Sprache kam: der besondere Zusammenhalt am Willms.

Ein Festakt, der das Willms zeigt, wie es ist

In der Aula setzte sich dieser Eindruck fort. Der Festakt war nicht nur feierlich, sondern vor allem lebendig und abwechslungsreich, getragen von den vielen Beiträgen aus der Schulgemeinschaft. Chor und Willms Singers eröffneten mit dem ohrwurmtauglichen Jubiläumssong, dessen Zeilen „Wir sind das Willms hier in Delmenhorst“ den Ton für den weiteren Verlauf vorgaben.

Musik, Theater und kreative Beiträge wechselten sich wohlorchestriert ab und ließen die 120 Minuten wie im Fluge vergehen. Ein Auszug aus der Revue „125 Jahre Willms“, ein Stück auf dem restaurierten historischen Flügel, die energiegeladene Interpretation von „Born to be wild“ durch die Band oder die Darbietung der Poi-AG; all das fügte sich zu einem Gesamtbild zusammen, das die Vielfalt der Schule greifbar machte. Es ging nicht um einzelne Programmpunkte, sondern um das, was sie gemeinsam zeigen: wie viele Talente, Ideen und Persönlichkeiten diese Schule prägen.

Worte, die den Kern treffen

Zwischen diesen Beiträgen standen vier Redebeiträge. Schulleiter Stefan Nolting griff in seiner stolzen Rede die Wertschätzung voriger prägender Figuren am Willms auf und fasste die Einzigartigkeit des Gymnasiums in den folgenden Sätzen zusammen: „Besonders zeichnet sich das Willms dadurch aus, dass es einen Willmsgeist gibt, der besonderen Wert auf ein Miteinander und Wertschätzung des Gegenüber legt!“

Dieser Gedanke zog sich durch alle weiteren Beiträge. Dr. Heike Roy vom Regionalen Landesamt für Schule und Bildung machte deutlich, welches Ansehen die Schule auch über Delmenhorst hinaus genießt: „Wenn ich in der Behörde über Innovation spreche, schaue ich ganz oft nach Delmenhorst.“ Dass hier vieles nicht nur gedacht, sondern ausprobiert wird, wurde dabei ebenso deutlich wie der Mut, neue Wege zu gehen. Das wertschätzende Lob der Innovationskraft, der Arbeit der Lehrkräfte und allen beteiligten am Willms verharrte unter Applaus im Raum.

Oberbürgermeisterin Petra Gerlach stellte die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart heraus: „Mit der Gründung dieser Schule holte Delmenhorst die Bildung zu sich nach Delmenhorst. Das Willms wurde zum Symbol für den Ehrgeiz und die Eigenständigkeit unserer Stadt, gegründet im schönsten Gebäude seiner Zeit.“ Ihre Worte machten deutlich, wie eng die Geschichte der Schule mit der der Stadt verbunden ist und wie sehr sie bis heute davon geprägt wird.

Einen anderen, aber ebenso wichtigen Blickwinkel brachte Meike Eberle als Vertreterin der Eltern ein. Sie verdeutliche charmant, was Schule jenseits von Unterricht ausmacht: Zusammenarbeit, Vertrauen und gemeinsames Tragen von Verantwortung der Eltern mit Lehrkräften und Schulleitung.

Zum Abschluss übernahmen die Schülervertreter das Wort und führten die Gedanken des Tages auf ihre Weise weiter. Seniz Tiryaki nannte das Willms einen „Ort voller Erinnerungen, Chancen und Entwicklung“ und schloss mit dem tollen Wunsch: „Ich wünsche mir, dass auch in den nächsten 125 Jahren eine Schülerin hier stehen wird und genau das Gleiche sagen kann: dass sie unterstützt wurde, dass sie wachsen durfte und dass es Lehrerinnen und Lehrer gab, die sie geprägt haben. Und ehrlich gesagt – ich bin mir sicher, dass das genauso passieren wird.“

Gabriel Zaiton brachte es auf den Punkt:

Das Willms unterstützt einen, wo man es braucht, aber lässt einen auch selber wachsen. Und das macht unsere Schule aus. Eine Schule, die zukunftsorientiert ist. Eine Schule, in der zwar Noten wichtig sind, aber die persönliche Entfaltung wichtiger.“

Vielleicht war es genau diese Perspektive, die den Kern des Tages am klarsten traf. Gabriel schloss mit drei Wünschen für das Willms:

Erstens: Bleib immer ein Ort, an dem man sich zu Hause fühlt, egal, woher man kommt oder wer man ist. Zweitens: Bleib mutig und neugierig, auch wenn die Welt sich weiter verändert. Und drittens: Bleib vor allem ein Ort, an dem Freundschaften entstehen, die ein Leben lang halten.

Zukunft zum Anfassen: die Zeitkapsel

Wie sehr sich das Willms mit Zukunft beschäftigt, zeigte auch die Präsentation der Zeitkapsel. Gemeinsam mit den mit der Schule verpartnerten Firmen Abeking & Rasmussen und Gravi-Tec entwickelten Schülerinnen und Schüler ein Projekt, das bewusst über den Moment hinausweist: Briefe, Gedanken und Dokumente aus dem Jahr 2026 wurden von der gesamten Schulgemeinschaft erstellt und gesammelt und erst in 125 Jahren wieder geöffnet. Die Zeitkapsel stellte den würdigen Mittelpunkt einer Veranstaltung dar, die im Nachgang mit viel Lob gewürdigt wurde.

Die Idee dahinter passt zum Jubiläum und zum Motto. Es geht nicht nur darum, auf Vergangenes zurückzublicken, sondern darum, Spuren für kommende Generationen zu hinterlassen.

Ein besonderer Willms-Moment mitten im Fest

Dass dieser Tag nicht nur ein offizieller Anlass war, zeigte sich auch in einem ganz persönlichen Moment: Moderatorin Paula Dornia, die gemeinsam mit Finja Flügger souverän und charmant durch das Programm führte, wurde an diesem Tag 18 Jahre alt. Als die Aula für sie „Happy Birthday“ sang, verband sich das große Jubiläum der Schule mit einem ganz individuellen, ein Augenblick, der wohl allen in Erinnerung bleiben wird. Paula, was wäre ein Geburtstag ohne Kuchen und Sekt?

Dank, der von Herzen kommt

Am Ende eines solchen Tages wird sichtbar, wie viele Menschen daran beteiligt sind. Der Dank gilt den Rednerinnen und Rednern, die dem Festakt Tiefe gegeben haben, ebenso wie den vielen engagierten „Kultis“ unserer Schule – Theater, Band, Willms Singers und Chor –, die ihn mit Leben gefüllt haben.

Ein großer Dank geht zudem an das Zeitkapselteam und die beteiligten Firmen, an die Moderation durch Paula und Finja, an alle Helferinnen und Helfer bei LuTT sowie an den 11. und 12. Jahrgang, die im Hintergrund unzählige Aufgaben übernommen haben.

Und doch steht über allem eine ganz besondere Würdigung: Der Dank an die AG Schuljubiläum. Mit viel Hingabe, Zeit und einem Blick fürs Ganze hat sie diesen Festakt möglich gemacht und damit einen Tag geschaffen, der dem Willms mehr als gerecht wurde.

Das Jubiläumsjahr geht weiter

Der Festakt war ein Höhepunkt – aber nicht das Ende der Feierlichkeiten. Auch in den kommenden Monaten wird das Jubiläum weitergetragen:

  • 9. Juni: Spendenlauf
  • 19., 20. und 22. Juni: Revue „125 Jahre Willms“
  • September: Sommerfest der Schulgemeinschaft
  • September: Galaabend für Ehemalige (Informationen dazu folgen im Juni)
  • November: „Weihnachten am Willms“

Weil Zukunft Schule braucht

Am Ende bleibt das Gefühl eines Tages, der mehr war als ein Rückblick. Ein Tag, der gezeigt hat, wie viel im Willms steckt: Ideen, Gemeinschaft und Haltung. Oder, wie es das Motto sagt: Weil Zukunft Schule braucht.