Am 18.12.2025 fand in der Aula des Willms-Gymnasiums der Präsentationsabend des Forder-Förder-Projekts (FFP) statt. Rund 100 Gäste, darunter Eltern, Geschwister, Freunde, Lehrkräfte sowie interessierte Schüler:innen, waren der Einladung gefolgt und erlebten einen thematisch vielfältigen, eindrucksvollen Abend.
Die Teilnehmer:innen des aktuellen achten Jahrgangs hatten seit Februar 2025 im Forder-Förder-Projekt gearbeitet. Wöchentlich verließen sie für zwei Stunden den Regelunterricht, um sich intensiv mit einem selbst gewählten Thema zu beschäftigen. Dabei entwickelten sie eigene Fragestellungen, verfassten eine Expertenarbeit und bereiteten eine Präsentation vor, die stets auch einen praktischen Anteil beinhaltete.
Durch den Abend führten Herr Lühring und Frau Gronau, die die Schüler:innen während des Projekts begleitet hatten.
Das Themenspektrum war auch in diesem Jahr außerordentlich vielfältig:
Finn stellte sein Projekt zur Hühnerhaltung vor und dokumentierte seine Erfahrungen in einem selbst geführten Tagebuch. Ergänzt wurde dies durch Experimente mit unterschiedlichem Futter. Feenja tauchte in die Welt von Manga und Anime ein und zeichnete im Rahmen ihres Praxisteils einen eigenen Manga. Ole erklärte den Aufbau und die Funktionsweise von Feuerwerk und präsentierte einen eindrucksvollen Nachbau einer Modellrakete. Julius widmete sich dem Dartsport und entwickelte für seinen Praxisteil eine eigene Dartscheibe, die speziell für Lernende konzipiert war. Theresa beschäftigte sich mit gesunder Ernährung und stellte ein selbst erarbeitetes Kochbuch vor, das Theorie und Praxis miteinander verband. Charlotte ging der Frage nach, was Pferde zum Glücklichsein brauchen, und vertiefte ihre Recherchen mithilfe von Expertinneninterviews. Isabell setzte sich experimentell mit Schwefelwasserstoff auseinander und verdeutlichte eindrucksvoll, warum dieser Stoff sowohl gefährlich als auch bedeutsam ist. Daniel präsentierte seine Untersuchungen zur Hydrodynamik im Speedbootrumpf und stellte selbst entworfene und per 3D-Druck hergestellte Katamarane vor. Talia analysierte TikTok-Essenstrends, kochte diese nach und produzierte eigene Videos zu ihren Ergebnissen. Zoe nahm das Publikum mit auf eine Reise von der Kakaofrucht bis zur fertigen Tafel Schokolade und entwickelte im Chocoversum eigene Schokoladenkreationen. David beschäftigte sich mit unterschiedlichen Betrachtungsweisen zum Leben nach dem Tod und führte dazu Expert:inneninterviews. Liam erklärte die Funktionsweise von Motoren, indem er einen Motor mithilfe von Klemmbausteinen nachbaute. Levi schließlich stellte sein Projekt zu KI und Chatbots vor und programmierte einen eigenen Chatbot.
In der Pause hatten die Gäste Gelegenheit, die praktischen Ergebnisse aus nächster Nähe zu bestaunen: Unter anderem konnten selbstgemachte Dubai-Schokolade und Schokoladenbruch probiert, ein Kochbuch durchgeblättert, ein Manga gelesen sowie 3D-Boote, eine Dartscheibe und eine Modellrakete betrachtet werden. Die Gespräche zwischen Publikum und Schüler:innen zeigten eindrucksvoll, wie viel Fachwissen und Begeisterung in den Projekten steckte.
Der Präsentationsabend wurde von großem Applaus begleitet. Stolze Eltern und Freunde sowie neugierige zukünftige Teilnehmer:innen aus Jahrgang 7 machten deutlich, wie wertvoll und motivierend das Forder-Förder-Projekt für die Schulgemeinschaft ist und wie effektiv durch diese Art der Begabungsförderung Talente gefördert werden.


Zum Abschluss blickten die Schüler:innen reflektiert auf ihre Zeit im Forder-Förder-Projekt zurück. Viele beschrieben die Arbeit als herausfordernd, aber zugleich sehr bereichernd. David brachte es treffend auf den Punkt: „Es war an einigen Stellen echt sehr anstrengend, doch ich finde, es hat sich gelohnt dranzubleiben. Ich habe auch sehr viel persönlich gelernt.“
Auch Levi hob hervor, wie wertvoll es war, sich intensiv mit einem eigenen Thema auseinanderzusetzen: „Zum Ende hin fand ich das Erstellen der Präsentation sehr gut und es hat mir Spaß gemacht, mich selber mit einem Thema zu beschäftigen und etwas Neues zu lernen.“
Liam beschrieb den typischen Verlauf vieler Projekte: „Am Anfang hat es sehr viel Spaß gemacht, in der Mitte habe ich die Motivation etwas verloren, aber zum Schluss kam sie wieder voll zurück. Ich habe viel dazugelernt, dranzubleiben und mir selbst ein neues Thema beigebracht.“
Mehrere Schüler:innen betonten außerdem, wie wichtig Durchhaltevermögen und Organisation waren. Feenja erklärte rückblickend: „Zum Schluss war ich stolz, alles zu Ende gebracht zu haben. Man sollte das Gewicht der Aufgabe aber nicht unterschätzen.“ Ähnlich formulierte es Zoe, die neben der inhaltlichen Arbeit auch den schulischen Alltag im Blick behielt: „Man sollte darauf achten, den versäumten Unterrichtsstoff rechtzeitig nachzuholen.“
Gleichzeitig überwog bei allen die Freude am selbstständigen Arbeiten. Charlotte fasste es treffend zusammen: „Es hat sehr viel Spaß gemacht, an einem Thema zu arbeiten, das mich selbst interessiert.“ Und Theresa ergänzte: „Es war eine sehr interessante und lehrreiche Arbeitsphase, in der ich viele wertvolle Erfahrungen gesammelt habe.“
Diese Rückmeldungen zeigen eindrucksvoll, wie nachhaltig das Forder-Förder-Projekt wirkt – fachlich, persönlich und in der Entwicklung selbstständigen Lernens.
Der nächste Durchgang des Forder-Förder-Projekts startet im Februar 2026.
Wir freuen uns schon jetzt auf neue spannende Themen, kreative Praxisteile und einen weiteren gelungenen Präsentationsabend im Dezember 2026.
Jan-Niklas Lühring und Béatrice Gronau