Willms Gymnasium

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Grüße von der Skifahrt

17. Januar 2019 | Alper Ergin

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Der Skikurs der Oberstufe grüßt alle Schülerinnen und Schüler des Willms von der Skifahrt in Südtirol.

Auf den Spuren von „Henrik Carvingson“ in Vals/Südtirol

Die Bedenken vor der Skifahrt waren wohl bei allen Teilnehmenden ähnlich: Wie sollen wir denn bei den Schneemassen überhaupt nach Südtirol (Italien) kommen?

Doch überraschender Weise verlief der Hinweg problemlos. Zu Beginn waren wir schon fast enttäuscht, da kaum Schnee in Vals lag und wir uns schon fast fragten, ob wir denn überhaupt noch richtigen Schnee außerhalb der Piste zu Gesicht bekommen würden.

Am ersten Tag kam vor allem für die Anfänger unter uns die erste Herausforderung auf uns zu. Es war das Ausleihen der Ski. Denn keiner Verstand so richtig wie man denn nun diese Skischuhe anziehen sollte. Die nächste Herausforderung war das Tragen der gesamten Ausrüstung zum Depot.

Was wir alle direkt am ersten Skitag merkten: Ski fahren und Hinfallen haben eine sehr enge Beziehung zueinander, die blauen Flecken werden uns wohl noch einige Tage daran erinnern.  Den Kopf in den Sand stecken konnten wir zwar nicht, aber im Tiefschnee lag er oft genug. Entweder war dies auf der Piste der Fall oder aber bei den Schneeballschlachten. Denn bereits ab dem zweiten Tag fiel noch einiges an Schnee und bei uns Norddeutschen kamen bereits euphorische Gefühle auf, weshalb Schneeballschlachten schon fast zur Tagesordnung gehörten.

Den Spaß am Skisport entdeckten vor allem die Anfänger ab dem Moment, wo sie wirklich an einer Piste standen und diese hinunter fuhren. Doch bei der ersten roten Piste konnte man es bei fast jedem Schüler eher ein hinunter fallen, als ein hinunter fahren, nennen. Die fortgeschrittenen Fahrer fuhren natürlich von Anfang an alle Pisten, doch auch sie waren nicht vom Fallen verschont. Aufgrund der Geschwindigkeit fielen sie jedoch nicht nur, sie flogen wortwörtlich über die Piste oder fuhren rückwärts in die Büsche.

Man merkt also, dass wir alle viel Spaß hatten. Aufgrund der lustigen Ereignisse wurden die spektakulärsten Situationen erzählt und die zugehörige Person wurde zur Pistensau erklärt. Die Pistensau musste den nächsten Tag eine gelbe Warnweste mit der Aufschrift „Pistensau“ tragen. Peinlichkeitsgrad von 1 bis 10? Definitiv eine 11. Doch für alle anderen war es nun einmal sehr amüsant.

Trotz einiger Stürze war die Stimmung immer heiter und wir haben uns nicht unterkriegen lassen. Abends haben wir viel Tischtennis oder Tischkicker gespielt. Da es sich jedoch um SportUNTERRICHT handelt, mussten wir uns auch ein wenig um den theoretischen Teil des Skisports kümmern. So hörten wir die ersten Abende einige Referate, welche jedoch interessant und zudem sinnvoll für die kommenden Tage waren. Am letzten Tag mussten wir einen (wirklich kaum lösbaren) unangekündigten Test bestehen. Wir merkten jedoch schnell, dass die Lehrkräfte uns tatsächlich nur ärgern  wollten und diese Prüfung nichts mit unserer Note zu tun hatte. Manch einer gab als Busunternehmen zum Beispiel die „Lufthansa“ an, die Amtssprachen waren laut einigen „Deutsch, Italienisch und Österreichisch“ und der Namensgeber des Carving Ski soll „Henrik Carvingson“ gewesen sein.

Ein Highlight war die Skitaufe: Eine Taufe von den Skigöttern, welche unsere Lehrer verkörperten (man stelle sich nun Lehrer vor, welche in Umhängen, Skibrillen und schriller Kleidung vor einem stehen). Bei dieser bekam jeder Schüler einen Skinamen, welcher zum Skiverhalten passte. Beispiele dafür: Pistenpunk, Mister Perfect, Schneemaulwurf, Speedy Gonzales und so weiter. Die Skigötter gaben sich also wirklich Mühe.

Doch letztlich muss man den Lehrern eins lassen: Wir hatten sehr viel Spaß mit ihnen und alle von uns kommen nun meist sicher eine rote Piste runter. Einige haben sogar vor noch einmal Ski zu fahren und das Gelernte weiter umzusetzen. Es war eine coole Skifahrt mit viel Spaß, welche aber auch effektiv war. Da vor allem die Gruppe an sich (inklusive Lehrer/innen) eine sehr lustige war und wir gemeinsam viel lernten, haben alle von uns viel Positives von der Fahrt mitgenommen.

Sibel Krüder, Q2