Praktische Molekularbiologie
Am 28.11.2025 hat unser Biologie-Leistungskurs das Molekularbiologische Labor an der Helene Lange Schule in Oldenburg besucht. Dort haben wir mit Frau Büring und Frau Eckel DNA aus Bohnen extrahiert und untersucht.
Zunächst haben wir den Umgang mit Mikropipetten, Zentrifugen und anderen Laborgeräten gelernt. Danach haben wir das Thema DNA kurz wiederholt und mit einem pH-Test nachgewiesen, dass DNA eine Säure ist. Als Letztes ging es um die Bestandteile der DNA. Da diese aus
Phosphatgruppen, Desoxyribose und vier unterschiedlichen Basen besteht, sollten wir diese Bestandteile mit zwei unterschiedlichen Experimenten nachweisen.
1. Nachweis der Phosphatgruppen
Die Phosphatreste wurden mit einem Farbtest nachgewiesen, dabei diente Malachitgrün als Indikator. Eine phosphathaltige Lösung sollte sich demnach türkis färben. Neben der DNA Probe gab es eine Phosphat-Lösung als Positivkontrolle. Diese hat sich auch türkis gefärbt. Als Negativkontrolle haben wir dieselbe Menge an Wasser genommen, welche sich nur aufgrund der Eigenfarbe des Indikators leicht gefärbt hat, also nicht phosphathaltig war.
2. Nachweis der Purinbasen (Adenin und Guanin)
Die Purinbasen wurden mit einem Trübungstest nachgewiesen. Der Indikator, welcher eine Salzlösung war, sollte nach Zugabe der extrahierten DNA und Erwärmung dieser, eine Trübung bilden. Da sich durch die Salzsäure die Purinbasen von der Desoxyribose lösen und kleine Partikel in der Flüssigkeit bilden, sah diese dann trüb aus.
Zum Schluss haben wir darüber gesprochen, wie man den Aufbau der DNA entdeckt hat und welche ausschlaggebende Rolle Rosalind Franklin dabei gespielt hat. Interessant war, dass sie, obwohl sie den Beweis für die Grundlage des Lebens erbracht hatte, nie die Anerkennung, die sie verdient hätte, bekam.
Dieser Laborbesuch war meiner Meinung nach sehr informativ und wichtig, denn „Diese Vorgehensweise ist Basis aller wissenschaftlichen Untersuchungen und Ergebnisse. Mit Versuchen und Kontrollen werden aus Hypothesen richtige Erkenntnisse.“ sagte Frau Eckel. Somit bedanken wir uns herzlich bei ihr und Frau Büring für den tollen Tag und nehmen viel Wissen über die Arbeit im Labor mit!
Alanda Swesh