Willms Gymnasium

Gymnasium an der
Willmsstraße
Willmsstraße 3
27749 Delmenhorst
Tel.: 04221/58 676 0

Außenstelle der
Jgg. 8, 9 und 10
Königsberger Str. 65
27755 Delmenhorst
Tel.: 04221/58 676 50

Coloniam, Coloniam – vehimur Coloniam!

7. September 2025 | Fachgruppe Latein

Vorherige Beiträge

So oder so ähnlich schallte es am Vormittag des 25.06. durch einen ICE der Deutschen Bahn auf seinem Weg von Bremen in die Metropole des rheinischen Frohsinns: Köln! In diesem Zug saßen nämlich 10 „Lateiner“ aus dem 9. Jahrgang des Gymnasiums an der Willmsstraße zusammen mit Frau Windmann und Herrn Reuter – und freuten sich darauf, gut zwei Tage eine der bedeutendsten Städte Deutschlands zu erkunden, deren Geschichte bis weit in die Zeit der Römer zurückreicht: Colonia Claudia Ara Agrippinensium – so wurde Köln einst genannt.

Und somit begaben sich die Jugendlichen auf Spurensuche zu den Überresten des antiken Kölns – und konnten Anekdoten, Kurioses, Außergewöhnliches und Wundersames über die „Stadt des Karnevals“ kennenlernen. Im Folgenden haben die Schülerinnen und Schüler einige Highlights unserer Fahrt festgehalten: Wir wünschen viel Freude beim Lesen!

Ubiermonument

Das Ubiermonument ist ein sechs Meter hoher Überrest eines Quaderbaus aus der Römerzeit. Es ist der älteste und bekannteste Überrest der Römer in Köln. Errichtet wurde es im Jahr 4 oder 5 nach Christus. Dies konnte man so genau bestimmen, da das gesamte Bauwerk auf Holzpfählen errichtet wurde.

Aber was haben die Holzpfähle mit dem Alter des Bauwerks zu tun? Die sind doch bestimmt in der Zeit verrottet, oder? Durch die ständige Befeuchtung des Bodens durch den Rhein ist das Holz jedoch erhalten geblieben. So konnten Archäologen noch viele Jahre später das genaue Alter prüfen, genauer gesagt im Jahr 1965. Die Archäologen bestimmten das Alter mit der sogenannten Dendrochronologie, einer Methode zur Datierung von Holz anhand der Jahresringe. Ein interessanter Nebenfakt ist, dass das Ubiermonument sehr unbekannt ist. Der Denkmalführer erzählte uns, dass wir den meisten Schülern aus Köln nun voraus sind, da diese oft selbst nicht darüber informiert sind. Entdeckt wurde das Ubiermonument übrigens mehr oder weniger zufällig bei Bauarbeiten.

 von Alexa Albers, Käthe Brindisi und Sara Hejazi

Stadtführung durch Köln

Am ersten Tag unserer Sprachenfahrt hatte uns Frank, ein guter Freund von Herrn Reuter, durch die Innenstadt Kölns geführt. Auf dem Weg haben wir viel über Köln gehört und auch einige Überreste des antiken Kölns gesehen. Den Rhein haben wir über die Deutzer Brücke überquert, von wo aus man die parallel liegende Hohenzollernbrücke gut betrachten konnte. Die unzähligen Schlösser, geschätzt auf ca. 500.000, welche Liebespaare mit ihren Namen dort angebracht haben, haben in der Sommersonne stark geglänzt.

Weiter ging es in die Stadtmitte, wo uns etwas über den Ex-Fußballprofi Lukas Podolski erzählt wurde, der dort eine Eisdiele eröffnet hat. Außerdem wurde uns die Kölner Altstadt gezeigt sowie die „unterirdische Kathedrale“, eine riesengroße U-Bahn-Station, die unglaublich tief in die Erde geht. Auch ein Besuch bei den berühmten Statuen Tünnes und Schäl, welche Hauptfiguren des „Hänneschen-Puppentheater“ sind, durfte natürlich nicht fehlen. Es gibt den Mythos, dass man Glück bekommt, wenn man die Nase von Tünnes reibt. Danach ging es wieder zurück in die Jugendherberge. Wir fanden die Führung spannend und sehr informativ.

 von Lucas Hermann und Levi Östreich

Sport- und Olympiamuseum

Am Vormittag des zweiten Tages haben wir das Sport- und Olympiamuseum in Köln besucht. Zu Beginn der Führung wurden uns die Anfänge der Olympischen Spiele erklärt. So haben wir zum Beispiel erfahren, dass eine lange Zeit nur Männer an den Olympischen Spielen teilnehmen durften; verheiratete Frauen durften nicht einmal zuschauen. Während der Führung wurde man wie in einem Zeitstrahl durch die Geschichte der Olympischen Spiele geleitet. Es gab viele interaktive Stationen wie Rennradfahren, Gewichtheben und Weitsprung. Außerdem befanden sich auf dem Dach zwei Fußballplätze. Insgesamt war die Führung sehr interessant, da man die Geschichte der Olympischen Spiele gut kennenlernen konnte und durch die interaktiven Stationen einige Sportarten selbst ausprobieren durfte.

Fun Fact am Rande: Unsere Jahnhalle ist nach Friedrich Ludwig Jahn benannt, dem Initiator der deutschen Turnbewegung – auch dies haben wir im Sport- und Olympiamuseum gelernt!

von Jan Kulessa und Max Mahlstedt

Kölner Dom

Am Nachmittag des zweiten Tages besuchten wir den Kölner Dom, das Gebäude, das jeder vor Augen hat, wenn man an Köln denkt. Der Kölner Dom ist 157 Meter hoch und somit die drittgrößte Kathedrale der Welt. Pro Tag besuchen ca. 20.000 Touristen das Wahrzeichen Kölns. Seit mehr als 630 Jahren ist er im Bau und trotzdem immer noch nicht vollendet. Doch die Schönheit und Imposanz können trotzdem mehr als überzeugen. Beim Betreten kommt einem trotz der vielen Besucher eine feierliche, imposante Atmosphäre entgegen. Man blickt durch die großen Bankreihen in Richtung des großen Altars. Wenn der Blick dann nach oben wandert, übertrifft die Überwältigung und das Staunen alles, was von der Außenansicht übrig geblieben ist. Die Decke ist aufwendig gestaltet und beim Hinaufblicken hat man das Gefühl, ins Unendliche zu schauen.

Der nächste Blickfang sind die bunten, vielzähligen Fenster, welche all die Vielfalt und Schönheit widerspiegeln, die man sich nur erdenken kann. Eigentlich kann man nicht sagen, dass es Blickfänge gibt, denn jedes einzelne Detail innerhalb sowie außerhalb des Doms ist wunderschön und zauberhaft: die Kerzen, die zahlreich an verschiedenen Orten glimmen, die verschiedenen Formen, die überall zu finden sind, oder die kleinen Nebenaltäre, die ebenfalls sehr kunstvoll gestaltet sind. Jedes Detail am Kölner Dom erinnert an verschiedene Zeiten und entführt einen in eine andere Welt.

von Greta Mindermann und Morea Wessels