420 Ehemalige kehren für eine Jubiläumsgala ans Willms zurück
Erinnerungen an die eigene Schulzeit, Begegnungen mit alten Weggefährten, ein Blick auf das heutige Willms und am Ende ausgelassene Stimmung auf der Tanzfläche: Rund 420 Ehemalige kamen zur Jubiläumsgala anlässlich des 125-jährigen Bestehens zurück in die Willmsstraße. Zwischen Schulführungen, Jubiläumsfilm, wohltätiger Versteigerung und Live-Musik wurde aus dem Abend vor allem eines: ein großes Wiedersehen über viele Generationen hinweg.
Schon am späten Nachmittag füllte sich das Schulgelände mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern aus ganz unterschiedlichen Jahrgängen. Viele Abiturjahrgänge hatten sich eigens für diesen Abend verabredet, andere entdeckten schon beim Ankommen bekannte Gesichter, mit denen sie seit langer Zeit nicht mehr gesprochen hatten. Schnell wurde deutlich, dass dieser Abend vor allem vom Wiedersehen leben würde.
Dabei gab es einiges zu entdecken. Bei den angebotenen Schulführungen konnten die Ehemaligen ihre frühere Schule noch einmal aus einer neuen Perspektive kennenlernen. Manche Räume weckten sofort Erinnerungen, an anderer Stelle zeigte sich, wie sehr sich das Willms in den vergangenen Jahren verändert und weiterentwickelt hat.
Auch der Jubiläumsfilm „Wege ans Willms“ bot Gelegenheit, auf die Geschichte der Schule zu blicken und zugleich zu sehen, was das Willms heute ausmacht.
Erinnerungen brauchen Zeit und Raum
Dass für viele Gäste vor allem die persönlichen Begegnungen im Mittelpunkt standen, zeigte sich den ganzen Abend über. Auf dem Schulhof, in der Mensa und in den Fluren wurden Geschichten ausgetauscht, alte Namen wieder hervorgeholt und Erinnerungen miteinander verglichen. Gespräche mit ehemaligen Lehrkräften waren vielerorts als Highlight des Abends auszumachen.
Für die passende Stärkung sorgten arabisches Streetfood sowie herzhafte und süße Crêpes. So blieb genügend Zeit, sich nach Jahren oder Jahrzehnten wieder einmal ausführlich miteinander zu unterhalten. Gerade darin lag die besondere Atmosphäre des Abends. Die Jubiläumsgala ließ viel Raum für das, was ein Ehemaligentreffen ausmacht: Gespräche, Begegnungen und das gemeinsame Erinnern an eine Zeit, die für jeden anders war und doch mit demselben Ort verbunden ist.
Ein herzliches Willkommen zurück am Willms
Am Abend begrüßte Schulleiter Stefan Nolting die Gäste offiziell in der Mensa. Dabei richtete sich sein Blick nicht nur zurück auf 125 Jahre Schulgeschichte. Er sprach auch darüber, was das Willms heute prägt und welche Haltung Schule aus seiner Sicht braucht. Vertrauen in junge Menschen, die Bereitschaft, ihnen Verantwortung zu übertragen, und der Mut, ihnen etwas zuzutrauen, standen dabei im Mittelpunkt.
Dass diese Haltung an diesem Abend nicht nur Gegenstand einer Rede war, ließ sich an vielen Stellen beobachten. Schülerinnen und Schüler waren in die Vorbereitung eingebunden, übernahmen tragende Aufgaben während der Veranstaltung und gestalteten auch das Programm aktiv mit. So trafen bei der Jubiläumsgala nicht nur unterschiedliche Generationen aufeinander. Auch das heutige Schulleben wurde für die Ehemaligen sichtbar.
Musikalische Beiträge eines eigens gebildeten Jubiläumschors unter Leitung von Jan Möller begleiteten den offiziellen Teil und sorgten dafür, dass zwischen Begrüßung, Rückblick und weiteren Programmpunkten auch die verbindende Musik ihren Platz fand.
Ein Abiturzeugnis mit besonderem Rahmen
Für eine Schülerin bekam der Jubiläumsabend noch eine ganz eigene Bedeutung. Aimée Emily Raab hatte ihre letzte Abiturprüfung krankheitsbedingt erst nach den Sommerferien ablegen können. Bei der regulären Entlassungsfeier ihres Jahrgangs hatte ihr Zeugnis deshalb noch nicht überreicht werden können.
Was im Sommer ausgefallen war, wurde nun in einem einmaligen Rahmen nachgeholt. Vor den zahlreichen Gästen der Jubiläumsgala erhielt sie ihr Abiturzeugnis und damit ihren ganz persönlichen Abschluss ihrer Schulzeit am Willms.
Der Moment passte auf besondere Weise zu diesem Abend. Während Hunderte Ehemalige an ihre eigene Schulzeit zurückdachten, endete für eine Schülerin ihre Zeit am Willms gerade erst. Vergangenheit und Gegenwart lagen an diesem Abend manchmal nur wenige Meter voneinander entfernt, so saß mit stolzen 96 Jahren Ernst Walter de Haas, er war der älteste ehemalige Willms-Schüler unter den Gästen, unter applaudierte Aimée herzlich.
Versteigern für einen guten Zweck
Für Unterhaltung sorgte auch die wohltätige Versteigerung. Verschiedene besondere und teilweise nostalgische Angebote kamen unter den Hammer und fanden neue Besitzerinnen und Besitzer. Hinter dem unterhaltsamen Programmpunkt stand zugleich ein wichtiger Zweck. Die Erlöse werden geteilt: Ein Teil unterstützt über den Förderverein die Arbeit am Willms, der andere Teil kommt der langjährigen Partnerinitiative Steps for Children in Namibia zugute.
Von der Mensa auf die Tanzfläche
Nach dem offiziellen Programm ging der Abend nahtlos in seinen geselligen Teil über. Während in der Mensa weitererzählt und gelacht wurde, öffnete ab 21 Uhr die Tanzfläche in der Aula.
Dort sorgten der ehemalige Lehrer Manfred Schuster und seine Band „Sturmflut“ für Live-Musik. Schnell zeigte sich, dass viele Gäste nicht nur zum Erinnern, sondern auch zum Feiern gekommen waren. Die Tanzfläche füllte sich und bis spät in den Abend hinein wurde gemeinsam getanzt.
Andere nutzten die Zeit weiterhin für Gespräche mit früheren Mitschülerinnen und Mitschülern. Genau diese Mischung machte den Abend aus. Jeder konnte ihn auf seine Weise verbringen.



















