Gymnasium an der Willmsstraße

Werte und Normen

„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“

(Immanuel Kant, 1724 – 1804).

denker

Obwohl man meinen könnte, zentrale Werte und Normen seien endgültig verhandelt und breit getragener Konsens, lehrt uns die Wirklichkeit immer wieder, dass Moralvorstellungen einem steten Wandel ausgesetzt sind und im Zuge einer zunehmenden Pluralität permanent überprüft werden müssen. Die Aufgabe des Fachs Werte und Normen besteht darin, den Schülerinnen und Schülern einen altersgerechten Zugang zu aktuellen philosophischen, weltanschaulichen und religiösen Fragen zu ermöglichen, um sie auf diese Weise zur eigenständigen Problemerkennung und –durchdringung anzuleiten.

Kernaufgabe des Faches ist es hierbei, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, sowohl eigene, gut begründete Werturteile zu fällen und auf ihre Tragfähigkeit hin zu überprüfen, als auch die der Demokratie innewohnende Meinungspluralität aushalten zu lernen. So sollen sie letztlich auf ihrem Weg zur Selbstbestimmtheit bestärkt werden.

Werte und Normen im Jahrgang 5

In Klasse 5 kann erstmals das Fach Werte und Normen anstatt des konfessionellen Religionsunterrichts angewählt werden, sodass die Lernenden aus unterschiedlichen Grundschulen und Klassen in einem Kurs zusammen lernen. Die Pluralität hinsichtlich des sozialen, ethnischen, religiösen und weltanschaulichen Hintergrunds ist daher Aufgabe und Chance zugleich. Zudem erfahren einige Schüler zum ersten Mal in ihrem Leben, wie es sich anfühlt, eine Zensur im mangelhaften oder ungenügenden Bereich zu erhalten. Dass dies lediglich eine Rückmeldung zu einem Teilbereich der schulischen Leistung ist und keine Einschätzung bezüglich der Gesamtperson, ist für viele schwer zu verstehen. Diese und andere Fragen und Probleme sind Teil des Werte und Normen-Unterrichts in Jahrgang 5.

Themenübersicht:

Jahrgang: Thema
5, erstes Halbjahr Regeln für das Zusammenleben
5, zweites Halbjahr Umgang mit Erfolg und Misserfolg

Werte und Normen in den Jahrgängen 6 bis 10

Jahrgang: Thema
6, erstes Halbjahr Begegnungen mit dem Fremden
6, zweites Halbjahr Zukunftswünsche und Zukunftsängste
7, erstes Halbjahr
7, zweites Halbjahr
8, erstes Halbjahr
8, zweites Halbjahr
9, erstes Halbjahr
9, zweites Halbjahr
10, erstes Halbjahr
10, zweites Halbjahr  Wahrheit und Wirklichkeit

Werte und Normen in der Oberstufe

Ist der Mensch von Natur aus gut, wie Rousseau meinte, oder ist der Mensch dem Menschen ein Wolf, wie es Hobbes in seinem Leviathan beschreibt?

Die Frage ist deshalb so wichtig, weil sich aus unterschiedlichen Menschenbildern sinnvolle oder weniger sinnvolle, legitime oder sogar illegitime Gesellschaftsformen und (Straf-)Rechtsvorstellungen ableiten lassen. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen und verhandeln in der Oberstufe folglich zunächst das Wesen des Menschen, um auf diesen Menschenbildern aufbauend die Frage nach dem gerechten Verhältnis von Individuum und Gesellschaft zu diskutieren. Der Werte und Normen-Unterricht in der Oberstufe baut hierbei auf den in der Mittelstufe erworbenen Kompetenzen auf und vertieft diese – vor allem im Bezug auf die Analyse- und Argumentationskompetenz.

Das Fach Werte und Normen wird Kurs auf grundlegendem Niveau mit zwei Wochenstunden ausgebracht. Eine Abiturprüfung ist nicht möglich.

Jahrgang: Thema
Q1.1 Fragen nach dem Wesen des Menschen
Q1.2 Fragen nach Individuum und Gesellschaft
Q2.1 Fragen nach dem guten Handeln
Q2.2 Fragen nach Wissen und Glauben

Mitglieder der Fachgruppe

Wird in Kürze ergänzt.

Leistungsfeststellung

Jahrgang Anzahl Klassenarbeiten Gewichtung der Klassenarbeiten Gewichtung der Mitarbeit
5 2 40% 60%
6 2 40% 60%
7 2 40% 60%
8 2 40% 60%
9 2 40% 60%
10 (G8) 2 40% 60%
Q1.1 1 (90min) 40% 60%
Q1.2 1 (90min) 40% 60%
Q2.1 1 (90min) 40% 60%
Q2.2 1 (90min) 40% 60%

Arbeitsmaterialien

In der Unter- und Mittelstufe ist die Reihe Lebenswert aus dem C. C. Buchnerverlag eingeführt.