Gymnasium an der Willmsstraße

Ein Zeichen setzen

| Delmenhorster Kreisblatt

Wie würden Delmenhorster Schüler bei der Bundestagswahl entscheiden? Im Willms-Gymnasium gab es am Freitag eine U18-Wahl, bei der die Schüler genau das zeigen konnten.

Wenn am Sonntag, 24. September, die Bundestagswahl ansteht, dann sind mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten über 50 Jahre alt. Demgegenüber stehen 4,8 Prozent Erstwähler. Alle Wahlberechtigten bis 30 Jahre machen gemeinsam lediglich 15,4 Prozent aus. Was die Jugend denkt und will, wird so nicht deutlich. Mit der bundesweiten U18-Wahl, organisiert vom Bundesjugendring, sollte deshalb gestern ein Zeichen gesetzt werden. Lennard Reske, Schüler im 11. Jahrgang des Willms, hat die Initialzündung für ein Wahllokal in seiner Schule gegeben.

Alle unter 18 Jahren konnten wählen

„Da geht einem als Politikwissenschaftler das Herz auf“, sagt Schulleiter Stefan Nolting. Alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren konnten ihre Kreuze machen.

Aktion gegen Politikverdrossenheit

„Die U18-Wahl trägt zur politischen Willensbildung bei und bekämpft die Politikverdrossenheit“, ist sich Lennard Reske, der mit dem Team der Schülerzeitung die Organisation vor Ort übernahm, sicher. Zudem könne so kurz vor der Bundestagswahl die Chance für ein politisches Statement genutzt werden. „Wir sind schließlich die künftige Wählerschaft.“ Erst- und Zweitstimme – wie bei der richtigen Wahl – konnten abgegeben werden.

Lange Schlangen an der Urne

Die Schüler haben die Wahl sehr gut angenommen. Es gab früh lange Schlangen an der Urne. „Das ist ein gutes Gefühl“, sagt Lennard Reske.