Gymnasium an der Willmsstraße

Latein

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Latein ist eine alte Sprache, die im Alltag heute nicht mehr gesprochen wird. Wie erlernt man Latein also überhaupt und weshalb ist es auch heute von Bedeutung?

Latein ist… jung geblieben! Es ist die „Mutter“ vieler moderner europäischer Fremdsprachen und  lebt in den „Kindern“ weiter. Das gilt nicht nur für die romanischen Sprachen (Italienisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch), sondern auch für Englisch und Deutsch. Latein kann beim Erlernen dieser Sprachen als Transfersprache fungieren: Es vermittelt die grammatikalischen Regeln aller genannten Sprachen und repräsentiert einen großen Teil ihres Wortschatzes. Auch wer Türkisch oder Russisch als Herkunftssprache hat, wird einige Gemeinsamkeiten mit Latein entdecken.

Hierzu ein lesenswerter Artikel von Yasemin Demir:

http://mitteilungen.navonline.de/inhaltsverzeichnis-1-2016/archiv/2016/heft-1/warum-hilft-das-fach-latein-schuelerinnen-und-schuelern-die-deutsche-sprache-besser-zu-beherrschen

Latein ist… europäisch! Wer die Grundlagen der europäischen Kultur kennen lernen will, kann dies sehr gut durch die Beschäftigung mit Latein erreichen: Neben dem Erwerb von Sprach- und Textkompetenzen geht es im Lateinunterricht auch um Kulturkompetenz. Die römisch-griechische Mythologie (Europa!), die römische Geschichte (Imperium Romanum, Reichsteilung!) und das römische Rechtssystem beeinflussen das europäische Denken bis heute.

http://www.swissinfo.ch/ger/roemisches-erbe_wie-die-alten-roemer-das-europaeische-recht-praegten/36550324

Latein ist… exzellent! Man kann natürlich auch „hervorragend“ sagen – aber warum sollte man, wenn man weiß, dass das Wort aus dem Lateinischen stammt (excellere = herausragen, sich auszeichnen) und heute eine im Deutschen übliche Bezeichnung („Exzellenzcluster“) ist?

Und weil Latein so exzellent ist und oft von meisterhafter Kürze im Ausdruck, hat auch Harry Potter sich für die lateinische Variante entschieden: „ex(s)pecto patronum!“.

Auch wichtig: Nicht nur beim Zaubern, sondern auch beim Lesen wissenschaftlicher Texte in der Oberstufe und im Studium helfen Lateinkenntnisse, wie u.a. eine Studie belegt.

http://www.thesaurus.badw.de/medienarchiv/akademie-aktuell.html

Latein lernen ist… Gehirnjogging! Im Lateinunterricht wird nur gelegentlich lateinisch gesprochen und gar nicht geschrieben. Die Aussprache ist sehr einfach. Einen lateinischen Text zu verstehen ist manchmal so wie ein Kreuzworträtsel zu lösen: ein bisschen kniffelig, aber nicht so schwer, wenn man die Regeln beherrscht und Vokabeln lernt. Da man überwiegend vom Lateinischen ins  Deutsche übersetzt, lässt sich – ganz nebenbei – die Ausdrucksfähigkeit in der Zielsprache Deutsch verbessern.

Latein ist … Qualifikation! Für einige Studienfächer werden Lateinkenntnisse oder das kleine bzw. große Latinum vorausgesetzt. Natürlich kann man dieses Zertifikat auch während des Studiums erwerben, aber dieser Weg ist oft sehr schwierig. Das kleine Latinum erwirbt man am Gymnasium nach Klasse 10, das Latinum nach Klasse 11 (bei Zeugnisnote „ausreichend“), das große Latinum nach der Belegung bis zum Abitur (Angaben gelten für G9).

Veni, vidi, vici.

Ich kam, sah und erreichte das Latinum.

(frei nach Caesar, 100 – 44 v. Chr.)

Latein in den Jahrgängen 6-10

Der Unterricht findet nach den Vorgaben des Kerncurriculums statt.

Hierin sind die Bereiche prozessbezogener und inhaltsbezogener Kompetenzen festgelegt, die die Schülerinnen und Schüler entsprechend den Jahrgangsstufen erwerben sollen.

Die prozessbezogenen Kompetenzen sind allgemeiner Art und fächerübergreifend, die inhaltsbezogenen Kompetenzen sind fachspezifisch. Für das Fach Latein sind diese wiederum in drei Bereiche gegliedert:

Sprachkompetenz: Hier wird die Sprache erlernt (wenn auch überwiegend nicht gesprochen)! Darüber hinaus wird über Sprache nachgedacht (z.B. werden Satzbau und Wortbedeutungen mit anderen Sprachen verglichen).

Textkompetenz: Hier werden lateinische Texte erschlossen, ins Deutsche übersetzt, interpretiert.

Kulturkompetenz: Hier setzt man sich mit der antiken Kultur auseinander (Literatur, Kunst, Geschichte, Politik, Philosophie, Religion und Mythologie), vergleicht, kontrastiert, zieht Parallelen, erkennt Traditionen.

Unser Lehrwerk „Pontes“ aus dem Klett-Verlag unterstützt die Schülerinnen und Schüler beim Erwerb dieser Kompetenzen. Es ist anschaulich und unterhaltsam gestaltet und mit einer breiten Palette an Zusatz- und Fördermaterialien ausgestattet. Möchte man Näheres zur Stoffverteilung und zum Kompetenzerwerb wissen, sollte man den folgenden Link nutzen: https://www.klett.de/lehrwerk/pontes/stoffverteilungsplaene

Bis Jahrgang 9 ist die Spracherwerbsphase abgeschlossen. Es beginnt die Phase der Originallektüre.

Hier werden leichtere, für die Schule überarbeitete Originaltexte gelesen. Es wird erstmals ein Wörterverzeichnis benutzt. In Jahrgang 10 werden ebenfalls lateinische Originaltexte gelesen, wobei die Schülerinnen und Schüler bereits einen Einblick in literarische Gattungen (z.B. Brief, Mythos, Liebeslyrik, Philosophische Abhandlung. Geschichtsschreibung) und Epochen erhalten. Es wird mit einem Wörterbuch gearbeitet.

Latein in der Oberstufe

Latein wird als Fach mit grundlegenden Anforderungen (Belegfach, P4 und P5) angeboten, bei einer ausreichenden Anwahlzahl auch mit erhöhten Anforderungen (P1, P2, P3, ggf. auch in Kooperation mit dem Max-Planck-Gymnasium).

Das Curriculum der Oberstufe ist nach den für die Sek.1 benannten Kompetenzbereichen und darüber hinaus nach vier Gegenstandsbereichen (Sprache – Literatur, Gesellschaft – Kultur, Politik-Geschichte, Philosophie – Religion) strukturiert. Der Schwerpunkt des Unterrichts liegt dabei auf der Lektüre und Interpretation von Texten unterschiedlicher Autoren. Daraus ergeben sich eine Reihe aktueller Fragen und Bezüge, z.B.: Welche Staatsform ist die beste? Weshalb wird Barack Obama auch der „neue Cicero“ genannt? Was macht ein glückliches Leben aus?

Felix, qui potuit rerum cognoscere causas…

Glücklich ist, wem gelang, den Grund der Dinge zu erkennen…

(Vergil, 70 – 19 v. Chr)

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Exkursionen

Für Jahrgang 6 ist eine Exkursion (z.B. nach Kalkriese) vorgesehen.

Für die Oberstufe wird nach Möglichkeit eine Exkursion in das „römische Germanien“ (z.B. Köln, Xanthen) durchgeführt.

Des Weiteren wird die fachwissenschaftliche Vortragsreihe zu den Abiturthemen am Alten Gymnasium Oldenburg besucht.

Mitglieder der Fachgruppe

Wird in Kürze ergänzt.

Kerncurricula

Schulinterne Curricula

Vorläufiges Curriculum für die Jahrgänge 6 und 7

Leistungsfeststellung

Folgende Übersicht gilt für alle derzeitigen Jahrgänge mit Ausnahme der Q2.

Jahrgang Anzahl Klassenarbeiten Gewichtung der Klassenarbeiten Gewichtung der Mitarbeit
6 4 50% 50%
7 4  50%  50%
8 4  50%  50%
9 4  50%  50%
10 (G9) 3 / 4*  40% / 50%* 60% / 50%*
Q1.1 1 (90min) 40%  60%
Q1.2 1 (90min) 40%   60%
Q1.2 (P1-5)  2 (90min)   60%  40%
Q2.1 1 (90min)  40%  60%
Q2.1 (P1-3) 1 (300min)  50%  50%
Q2.1 (P4) 1 (220min)  50%   50%
Q2.1 (P5) 1 (90min)  40%   60%
Q2.2 1 (90min)  40%   60%
Abitur (P1-3) 1 (300min)
Abitur (P4) 1 (220min)

*Klasse 10: Je nach Absprache 3 oder 4 Klausuren im Schuljahr. Wird in einem Halbjahr nur eine Klausur geschrieben, wird diese mit 40% gewichtet.

Arbeitsmaterialien

ab Jahrgang 6: Begleitgrammatik für den Gesamtband (ISBN wird nachgereicht)

Jahrgang 6-8: Pontes. Gesamtband

Jahrgang 9 und 10: Lektüre nach Absprache mit der Fachlehrkraft und Thesaurus Wörterverzeichnis (Vandenhoeck und Ruprecht; 978-3-525-25700-5)

Oberstufe: Lektüre nach Absprache mit der Fachlehrkraft