Gymnasium an der Willmsstraße

Labor im Freien

von Katharina Richter |

Im Moment wird wieder von Biokursen der Q2 die Delme untersucht, inzwischen ein fester Termin im naturwissenschaftlichen Unterricht der Oberstufe. Am 23. August standen die SchülerInnen des Grundkurses Biologie von Frau Richter in der Delme und kamen dem schon recht kalten Wasser zum Teil näher, als ihnen lieb war. Untersucht wurde die Gewässerqualität der Delme genau dort, wo sie an unserer Schule vorbeifließt. Hier kann man vom Schulgarten aus direkt zur Delme gelangen.

Bei bestem Wetter konnten wir dabei wieder die Tische und Bänke nutzen, die mithilfe von LZO-Stiftung und Förderverein angeschafft werden konnten und im Außenbereich des Forums aufgestellt sind. Auf diesen Bänken wurde zuerst das Untersuchungsmaterial ausgebreitet: Kästen für die chemischen Untersuchungen, Pinzetten, Binokulare und Bestimmungsliteratur und jede Menge Röhrchen und Petrischalen.

Besonders nah kam man dem Untersuchungsobjekt Delme aber in Wathosen und mit Keschern bewaffnet, mit denen direkt in der Delme die verschiedenen Wasserlebewesen aufgespürt werden konnten.

Wir mussten lange suchen, konnten dann aber ein paar interessante Funde betrachten und bestimmen: Eintagsfliegenlarven, Libellenlarven und vor allem ein anscheinend sehr alter Amerikanischer Flusskrebs, dem schon mehrere Beine fehlten.

Alle Ergebnisse wurden anschließend zur Bestimmung der Gewässergüte der Delme ausgewertet. Wie erwartet ist sie nicht besonders gut (in den meisten Bereichen mäßig bis unbefriedigend), aber doch in Teilen ein funktionierendes Fließgewässer. Immerhin entdeckte auch der Kurs von Frau Klompmaker ein paar Tage später etwas Interessantes: Unser Flusskrebs hat sich anscheinend erfolgreich fortgepflanzt, denn die SchülerInnen fanden kleine Flusskrebschen – die nächste Generation in unserer Delme.