Schulsanitätsdienst
Das Schulsanitätsteam des Willms-Gymnasiums vor einem Rettungshubschrauber
Was macht eigentlich der Schulsanitätsdienst?
DRK (Deutsches Rotes Kreuz) und der SSD (SchulSanitätsDienst)
Grundidee: Der SSD übernimmt die Brückenfunktion zwischen dem Unfallopfer bzw. dem Erkrankten und der ärztlichen oder sanitären Erstversorgung.
Hintergrund: Durch Unsicherheiten von nicht richtig ausgebildeten und unsicheren Ersthelfern können die Unfallopfer oder Erkrankten oft nur verspätet versorgt werden; es passiert auch, dass sich die Verletzung aufgrund einer Fehleinschätzung verschlimmert.
Ziel: Das DRK arbeitet mit den Schülerinnen und Schülern an einer sachgerechten Versorgung, um Unfallfolgen zu mindern. Hierfür lernen sich die Schülerinnen und Schüler selbst, ihre Lebensumstände und Umwelt besser kennen. Dieses soziale Engagement stärkt auch den SSD, denn die Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung.
Aufgaben für die SSD-Mitglieder:
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Erste Hilfe leisten bei Schulunfällen, d.h. sie betreuen verletzte Personen bis zum Eintreffen des RTWs (Rettungswagen).
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Pausendienste, Bereitschaftsdienste bei (Sport)Veranstaltungen und Ausflügen.
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Verwaltung des Sanitätsmaterials, Auffüllen der Erste-Hilfe-Kästen und der Erste-Hilfe-Taschen für die Klassenfahrten und Ausflüge
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Unfallverhütung in der Schule
Grundsätzlich sind alle Schülerinnen und Schüler, nachdem sie den ErstHelferSchein beim DRK erworben haben, Mitglied des JRK (Jugend-Rot-Kreuz). Sie können dort alle Fortbildungen nutzen.
Der Schulsanitätsdienst am Gymnasium an der Willmsstraße
Das Willms macht den ErstHelferSchein (EH) mit dem DRK Delmenhorst. Die Ausbildung hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht, besonders der Auffrischungskurs des Landesverbandes Oldenburg im November 2011 hat auf spielerische Art und Weise viele neue Kenntnisse vermittelt.
Vom Landesverband Oldenburg bekommen wir immer wieder Fortbildungsangebote. Sie finden üblicherweise am Wochenende statt, an denen die Schüler noch viel für die Schule tun müssen.
Um so wichtiger war für uns das Wochenende in Lingen. Hier dazu ein Erfahrungsbericht:
Die SSD-Gruppe war schon zuvor sehr gut zusammengewachsen und bekam zum Abschluss des Wochenendes auch eine entsprechend positive Bewertung der beiden Dozentinnen. Dies ist umso höher zu bewerten, wenn man die Struktur der Gruppe sieht:
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Relativ ausgeglichen ist die Bilanz der Geschlechter
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Das Alter ist da schon interessanter: beginnend mit 11 Jahren (weiblich) und endend mit 16 (fast 17) Jahren und männlich
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unterschiedliche Charaktere beleben die Gruppe und deren Arbeit: von schüchtern und zurückhaltend bis selbstbewusst und aufbrausend über sensibel und kontrolliert sind alle Verhaltensdispositionen vertreten – wir sind eben „bunt“
Die größeren Schüler lassen sich durchaus von den „Kleinen“ etwas sagen und die „Großen“ setzen sich auch außerhalb der Gruppe für die „Kleinen“ ein.
Wir glauben, dass diese Gruppenstruktur vorbildlich für eine Schule ist. Die Schülerinnen und Schüler lernen hier fürs Leben (ohne Zensuren), soziales Engagement wird gefördert. Sie nehmen dabei Rücksicht auf andere und werden selbst als Person für voll genommen.
An dieser Stelle muss das Lagerfeuer in Lingen erwähnt werden. Denn an diesem Platz haben sich alle so gut gefühlt und so viel von sich preisgegeben. Unglaublich!
Die Einsatzhäufigkeit an der Schule ist zur Zeit noch überschaubar. Es sind zum Glück eher kleinere Unfälle, die eine (mentale) Betreuung brauchen: Unterstützung und Pflaster kleben. Aber auch dies sollte man nicht unterschätzen, es ist wichtig.
Sicherlich wird es sich auch bald herumsprechen, dass wir auch bei größeren Einsätzen gerufen werden können, um Hilfe zu leisten, bis der Rettungswagen (RTW) am Einsatzort ist.
Fazit:
Der SSD ist mittlerweile eine gut funktionierende Einheit und wir, die Betreuerinnen, vertrauen darauf, dass auch in Krisensituationen richtig reagiert wird. Warum sind wir sicher? Die SSD-Schülerinnen und -Schüler haben gelernt, miteinander zu kommunizieren und um Hilfe zu bitten.
Es ist eine sehr kompetente Gruppe.
Wer mehr über den SSD erfahren möchte, kann gerne bei uns vorbeischauen, wir treffen uns immer montags ab 14.45 Uhr in Raum C 24 oder im Sanitätsraum. Wir freuen uns über jedes neue Gesicht, das bei uns mitmacht.
Doris Heinecke und Patrizia Schaffarzyk
Delmenhorst, im Mai 2012





